„Mein Broker ist supergünstig, nur 1 € je Order“ - diesen Satz hören wir oft. Und ja: Das kann ein gutes Modell sein. Aber in der Realität bestehen Tradingkosten nicht nur aus der sichtbaren Ordergebühr. Genau deshalb haben wir unsere NeoBroker Gebühren-Heatmapgebaut. Sie macht sichtbar, wie stark Kosten mit Ordergröße und Trade-Frequenz schwanken.
Anekdote 1: „Nur ein paar kleine Trades“
Jana handelt nebenbei, meistens kleine Positionen von 250 € bis 400 €. Sie macht „gefühlt“ nicht viel - tatsächlich waren es im Rückblick aber 12 bis 15 Trades pro Monat. Bei einer scheinbar niedrigen Ordergebühr summierte sich das auf deutlich über 150 € im Jahr. Noch nicht dramatisch, aber genug, um ihre Rendite spürbar zu drücken. Erst als sie ihre Trades bündelte und unnötige Kleinstorders vermied, sank ihre Kostenquote.
Anekdote 2: Der Spread-Effekt am Abend
Mehmet arbeitet tagsüber und platziert Orders häufig spät am Abend. Die sichtbare Brokergebühr war weiterhin niedrig. Trotzdem war seine Performance schlechter als erwartet. Der Grund: größere Spreadsbei weniger Liquidität. Das sieht man nicht immer als eigene Gebührenposition, wirkt aber direkt im Kauf- und Verkaufskurs. Nach Umstellung auf liquidere Handelszeiten wurde der Unterschied überraschend deutlich.
Anekdote 3: Große Orders, anderes Gebührenmodell
Tom handelt selten, aber mit großen Summen. Bei ihm war nicht der Fixpreis das Problem, sondern ein Modell mit prozentualen Kosten ohne attraktiven Deckel. Für kleine Orders wäre das okay gewesen, bei mehreren Tausend Euro pro Trade jedoch nicht. Erst durch einen echten Szenariovergleich mit verschiedenen Volumina wurde klar, dass ein anderer Broker deutlich besser zu seinem Verhalten passt.
Die Quintessenz aus allen drei Fällen: Der „günstigste Broker“ existiert nicht pauschal - er ist immer profilabhängig. Nutze deshalb mindestens drei Vergleichswerte: kleine, mittlere und große Ordergrößen. Rechne nicht nur pro Trade, sondern auf Monats- und Jahresbasis. Und vergiss nicht, dass Handelsplatzkosten, FX-Aufschläge oder Produktkosten hinzukommen können.
Wenn du dein Gesamtbild schärfen willst, kombiniere den Gebührenvergleich mit anderen Tools: Der Investment-ROI-Rechnerzeigt dir die Renditewirkung deiner Entscheidungen, und der Abo-Kosten-Rechnerhilft, laufende Fixkosten im Alltag zu reduzieren. Denn Rendite entsteht nicht nur über die Auswahl guter Anlagen, sondern auch über konsequente Kostenkontrolle.
Mehr Tiefe findest du in unserem ausführlichen Artikel zu NeoBroker-Gebühren. Dort erklären wir die Kostenblöcke systematisch und zeigen, worauf du bei Brokervergleichen wirklich achten solltest.